Jahresbericht 2008/2009

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Mitmachausstellung Mathematikum zu Gast an der Fachhochschule in Soest

Arnsberg/Soest, 13. Juni 2007. Das erste mathematische Mitmachtheater, das sog. Mathematikum, macht vom 14. bis zum 20. Juni 2007 im Technik Museum der Fachhochschule Soest Station. Während dieser Zeit steht es für alle interessierten Eltern und Kindern an den Nachmittagen und am Wochenende offen.

Initiiert und organisiert wird die Ausstellung von den evangelischen Kirchenkreisen Arnsberg und Soest sowie dem Unternehmensverband Südöstliches Westfalen e.V. mit dem Ziel, Kinder bereits im Vorschulalter für Mathematik zu begeistern. Die interaktiven Exponate der Wanderausstellung fordern Kinder und Erwachsene zum Experimentieren auf und öffnen so eine neue Tür zur Mathematik. Die Objekte, Mitmachstationen und Rätselecken laden dazu ein, Mathematik ohne Formeln und Symbole zu entdecken, mit Spaß am Ausprobieren, Experimentieren, Basteln und Knobeln. Es geht nicht um richtig oder falsch, sondern um spielerisches Erleben. Wichtig ist dem Gründer und Direktor der Ausstellung, Prof. Dr. Albrecht Beutelspacher, dass die Besucher erkennen, dass sie im Alltag immer von Mathematik umgeben sind, Mathematik zu ihrem Leben gehört: ?Die Erfahrung des Mathematikums und der Ausstellung ?Mathematik zum Anfassen? zeigt, dass für viele Menschen der Weg zur Mathematik von unten nach oben führt. Man beginnt mit eigenem Handeln, das zu verbalen Beschreibungen und zu einer ersten Stufe des Verständnisses führt. Daran kann sich dann eine formale Behandlung und damit ein tieferes Verständnis anschließen.?

Der Hintergrund des Projektes ist, dass seit einigen Jahren das Interesse vieler junger Menschen an Mathematik und den Naturwissenschaften nachlässt. Dementsprechend sinken auch die Leistungen in diesen Fächern, sodass die Kenntnisse vieler Schulabgänger zum erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung oft nicht ausreichen. Die Folgen dieser Entwicklung sind sowohl für die jungen Leute als auch für die Unternehmen fatal. Viele Schulabgänger kommen aufgrund ihrer mangelnden Qualifikation für einen Ausbildungsplatz in einem der heimischen Betriebe nicht in Frage. Damit verschlechtert sich ihre Perspektive auf ein erfolgreiches Berufsleben ganz erheblich. In den Unternehmen bleiben auf der anderen Seite Lehrstellen unbesetzt und somit fehlen in absehbarer Zeit Nachwuchskräfte.

Dr. Volker Verch, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes: ?Eine solide Bildung in den mathematisch-naturwissenschaftlichen Fächern ist für junge Menschen als Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss einer Berufsausbildung wichtig. Mit diesem Projekt, also der möglichst frühzeitigen Förderung der Kinder in Mathematik, wollen wir Kinder und Unternehmen unterstützen. Wir sind darum sehr froh über das Engagement der Kirchenkreise und vor allem der Erzieherinnen, denn durch ihren Einsatz tragen sie dazu bei, dass die Kinder in einigen Jahren ein selbstfinanziertes und damit selbstbestimmtes Leben führen können.?

Das Mathematikum ist bereits das zweite gemeinsame Projekt der Kirchenkreise und des Unternehmensverbandes zur mathematisch-naturwissenschaftlichen Früherziehung. Im vergangenen Jahr trafen sich rund 300 Erzieherinnen der Evangelischen Kindergärten aus Arnsberg und Soest, um in Theorie und Praxis zu lernen, wie Kindern im Vorschulalter die unbelebte Natur näher gebracht werden kann. Geleitet wurde die Fortbildungsveranstaltung von Frau Prof. Dr. Gisela Lück, Chemiedidaktikerin der Universität Bielefeld, die sich bereits seit Jahren intensiv mit diesem Thema beschäftigt. In vielen Einrichtungen wird diese Aktion noch heute sehr erfolgreich weitergeführt.

Beitrag vom 14.06.2007, 15:45 Uhr

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