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Geschichte des Unternehmensverbandes Südöstliches Westfalen

Die Wurzeln des Unternehmensverbandes Südöstliches Westfalen  reichen in die Anfangsphase der Weimarer Republik zurück: 1919 gründeten der in Arnsberg ansässige "Arbeitgeberverband Oberruhr" und der "Sauerländische Arbeitgeberverein" aus Neheim den Arbeitgeberverband für das Südöstliche Westfalen. Der Verband übernahm fortan die regionale Tarifpolitik und erreichte gute Verhandlungsergebnisse. So entwickelten sich beispielsweise die Arbeitskosten im Verbandsgebiet günstiger als im Landesdurchschnitt.

Durch die Nationalsozialisten 1933 aufgelöst wurde der Verband am 16. April 1948 unter Zustimmung der Alliierten neu gegründet. Erster Vorsitzender wurde Hanns Busse. Die Mitgliederzahl wuchs in den folgenden Jahren rasch an. Bereits Ende 1948 gehörten 231 Betriebe mit 20.820 Arbeitnehmern dem Arbeitgeberverband an.

Die Tarifpolitik der ersten Jahre war geprägt durch die Reduzierung der Arbeitszeit auf 45 Stunden und damit einhergehend die Einführung der 5-Tage Woche sowie die überhöhten Lohnforderungen der Gewerkschaft.

1967 löste Direktor Dipl.-Ing. Adolf Lucas Hans Busse im Vorsitz des Verbandes ab. In der Arbeit vor Ort wuchsen dem Verband in den 60er Jahren neue Tätigkeiten zu. So wurde z. B. der "Verein zur Förderung der Technikerlehrgänge in Neheim-Hüsten e.V." gegründet, der die berufliche Fortbildung von Facharbeitern und Handwerksgesellen durch Technikerlehrgänge vorantrieb.

Das Jahr 1972 brachte dem Verband mit Dipl.-Ing. Edward Kersting einen neuen Vorsitzenden und die Umbenennung in "Unternehmensverband für das Südöstliche Westfalen". Die Verbandsmitglieder waren sich einig, dass der neue Name dem Funktionswandel besser entsprach. Über die tarifpolitische und arbeitsrechtliche Interessensvertretung hinaus hatte der Verband in den frühen 70-er Jahren sein Leistungsspektrum um die Bereiche Arbeitswirtschaft und Arbeitsmedizin erweitert.

In den 80er Jahren war die Auseinandersetzung über die Länge der Arbeitszeit das bestimmende Thema. Zur Umsetzung der 35-Stunden-Woche legte der Arbeitskreis "Arbeitsrecht, Tarif- und Sozialfragen" einen eigenen "Arnsberger Arbeitgeberentwurf" vor, der die Grundlage für eine gemeinsame Initiative der südwestfälischen Arbeitgeberverbände bei NRW Metall in Düsseldorf wurde.

Durch die Vorbereitung auf den europäischen Binnenmarkt Mitte der 80-er Jahre verlagerte sich die Aufgabenstellung des Unternehmensverbandes. Im Zuge der komplizierter werdenden Arbeitswelt wurde der Verband zu einer ortsnahen und kompetenten Anlaufstelle, die berät, vertritt und Verbindungen schafft. Er bietet damit Problemlösungen für Aufgaben, die das einzelne Mitglied nur schwer erfüllen kann oder deren Bearbeitung im Verbund rationeller und erfolgversprechender ist. Dieses Leistungsspektrum baute der Verband im Laufe der 90er Jahre kontinuierlich aus und bietet seinen Mitgliedern heute neben der tarifpolitischen Vertretung auch Rechtsberatung und kompetente Prozessvertretung sowie Arbeitswissenschaft, Arbeitsmedizin, Öffentlichkeitsarbeit und Weiterbildung. Dieser Weg wird seit 2001 unter dem Vorsitz von Dipl.-Oec. Egbert Neuhaus fortgeführt, der Eduard Kersting ablöste. Die Mitgliederversammlung wählte Kersting im gleichen Jahr zum Ehrenvorsitzenden.

Geschichte der Unternehmensverbände Westfalen-Mitte/Nordwest

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann mit dem Wiederaufbau der Wirtschaft auch der Wiederaufbau der Arbeitgeberverbände. Diese waren 1933/34 von den Nationalsozialisten ebenso wie die Gewerkschaften aufgelöst worden.

Unternehmensverband der Eisen- und Metallindustrie Westfalen-Mitte e.V.:
Bereits am 12. Januar 1946 trafen sich Industrielle aus der Region Hamm und Unna mit dem Ziel, einen Arbeitgeberverband für den Wirtschaftsbereich Hamm/Unna zu gründen. Dazu kam es dann jedoch erst im Mai 1947, da die britische Militärregierung die Neubildung von Arbeitgeberverbänden solange blockiert hatte. Der Arbeitgeberverband der Eisen- und Metallindustrie nennt sich seit 1976 Unternehmensverband der Eisen- und Metallindustrie Westfalen-Mitte e. V.

Unternehmensverband Westfalen-Mitte e. V.:

Kurze Zeit nach dem Metallverband wurde 1948 der heutige Unternehmensverband Westfalen-Mitte e. V. gegründet.

Nachdem die britische Militärregierung eigentlich keinen gemischt-gewerblichen Arbeitgeberverband genehmigen wollte, konnte dann doch am 29. November 1948 der "Arbeitgeberverband Hamm-Unna" offiziell aus der Taufe gehoben werden. Seinen jetzigen Namen trägt der Verband erst seit Mai 1976.

Der Unternehmensverband der Eisen- und Metallindustrie Westfalen-Mitte e. V. und der Unternehmensverband Westfalen-Mitte e. V. haben traditionell denselben Vorstand, Beirat und Geschäftsführer.

Unternehmensverband Westfalen-Nordwest e. V.:

Seit dem 23. September 1947 gibt es den "Arbeitgeberverband für den Landkreis Lüdinghausen".

Initiatoren waren der Fabrikant Hugo Merten aus Ascheberg und Friedrich Surmann, Direktor der Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia in Altlünen-Wethmar. Seit Juli 1975 heißt er Unternehmensverband Westfalen-Nordwest e. V.