„Ich freue mich, dass sich der heimische Arbeitsmarkt nicht nur als stabil erweist, sondern eine richtige saisonale Dynamik erkennen lässt. Wir haben im landesweiten Vergleich eine recht günstige Entwicklung. Den stark verbesserten Vorjahresvergleich sollte man allerdings nirgendwo als Maßstab heranziehen, denn erstmals liegt ein ganzes Jahr mit Arbeitsmarktdaten im Corona-Zeitraum", so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, zur aktuellen Entwicklung. „Und eine Pandemiefolge ist auch jetzt leider wieder deutlich zu sehen: Der Anteil langzeitarbeitsloser Menschen ist nochmals gestiegen auf nunmehr 50,9 Prozent. Mehr als jeder zweite gemeldete Kunde ist damit länger als ein Jahr ohne Beschäftigung. Wir werden hier den Fokus auf spezielle Angebote zur Unterstützung und insbesondere zur Qualifizierung legen.“ Helm rechnet für Mai grundsätzlich mit einer Fortsetzung der saisonalen Belebung, wobei diese stets auch von den Folgen politischer Entscheidungen zur Pandemiebekämpfung abhängt.
Wie zuvor hatten die Rechtskreise parallele Entwicklungen mit unterschiedlicher Ausprägung: 2.168 waren Ende April bei der Arbeitsagentur gemeldet (243 oder 10,1 Prozent weniger als im Vormonat), und 6.121 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (59 oder 1,0 Prozent weniger). Im Vorjahresvergleich, der inzwischen erstmals komplett in der Coronaphase liegt, waren es in der Arbeitslosenversicherung 70 oder 3,1 Prozent weniger Erwerbslose als vor zwölf Monaten, in der Grundsicherung 106 oder 1,7 Prozent. Insgesamt gibt es in der Stadt Hamm derzeit 176 Arbeitslose weniger als vor zwölf Monaten (-2,1 Prozent).
Quelle: Arbeitsagentur Hamm / Kreis Unna
