Arbeitsplätze im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz: MINT – sind in Deutschland nach wie vor weitgehend in Männerhand. Im dritten Quartal 2022 arbeiteten gut 1,1 Millionen Frauen in einem MINT-Beruf – das waren zwar rund 270.000 mehr als zehn Jahre zuvor, aber immer noch nur 16 Prozent aller MINT-Beschäftigten. Dieser Anteil variiert allerdings zwischen den einzelnen Bundesländern deutlich (Grafik):
Am stärksten vertreten sind Frauen in MINT-Jobs in Berlin, dort betrug ihr Anteil zuletzt immerhin 22 Prozent. Schlusslicht des Bundesländer-Rankings ist das Saarland, wo Frauen gerade einmal 13 Prozent der MINT-Arbeitsplätze innehatten.
Noch größer ist das Gefälle auf der Ebene der Städte und Landkreise. Während im bayerischen Weilheim-Schongau sowie in Heidelberg fast 27 Prozent der sozialversicherungspflichtigen MINT-Jobs von Frauen ausgeübt werden, beträgt diese Kennzahl im rheinland-pfälzischen Zweibrücken weniger als 7 Prozent.
Der Anteil der sozialversicherungspflichtigen MINT-Jobs, die von Frauen ausgeübt werden, variiert in Deutschland je nach Region zwischen fast 27 und weniger als 7 Prozent.
Unabhängig von der Region unterscheidet sich der Frauenanteil stark zwischen den einzelnen Berufsbereichen: Während in den Biologen- und Chemikerberufen, die einen akademischen Abschluss erfordern, rund 47 Prozent der Beschäftigten weiblich sind, liegt dieser Anteil in den Ingenieurberufen der Energie- und Elektrotechnik unter 11 Prozent.
Quelle iwd
