Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest beträgt die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 4,4 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 5,4 Prozent.
Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) werden aktuell 5.610 arbeitslose Menschen betreut, das sind 120 Personen oder 2,1 Prozent weniger als im Vormonat und 2.563 Frauen und Männer oder 31,4 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II - Arbeitslosengeld II) sind 8.397 Personen bei den Jobcentern registriert; 38 Männer und Frauen oder 0,5 Prozent weniger als im Vormonat und 766 Personen oder 8,4 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.
„Im Februar endet das zweite Jahr in Folge, dass durch die Corona-Pandemie geprägt wird. Ein Rückblick veranschaulicht, dass sich der Arbeitsmarkt in der Region widerstandsfähig gezeigt hat und die Pandemie bedingten Veränderungen bis heute schon weitestgehend wieder aufgefangen werden konnten“, so Oliver Schmale, Chef der Arbeitsagentur Meschede-Soest. „Die Arbeitslosigkeit (in gleitenden Jahreswerten) stieg mit Beginn der Pandemie deutlich an und erreichte im Frühjahr 2021 ihren Höhepunkt. Von da an ging sie Schritt für Schritt wieder zurück. Das Jahresniveau von 2019 ist damit bis heute zwar noch nicht ganz wieder erreicht, aber angesichts der auch in diesem Monat wieder sinkenden Anzahl von Arbeitslosen, blicken wir optimistisch in die erste Jahreshälfte.“
Bemerkenswert sind darüber hinaus die unterschiedlichen Entwicklungen von Männern und Frauen in der Arbeitslosigkeit. Grundsätzlich lässt sich erkennen, dass die Frauen in den letzten zwei Corona-Jahren weniger stark von Arbeitslosigkeit betroffen waren als die Männer - ein positives Zeichen mit vorausschauendem Blick auf den internationalen Frauentag am 8. März 2022. Bei den Männern stieg die Zahl der Arbeitslosen mit Beginn der Pandemie rasant an, ging dann aber auch ebenso kräftig wieder zurück. Im Vergleich dazu fiel der Anstieg bei den Frauen deutlich verhaltener aus. Frauen sind verstärkt in Branchen tätig, die weniger Konjunktur anfällig sind, wie z.B. im Gesundheits- und Sozialwesen, im Einzelhandel, in Heimen, in Erziehung und Unterricht oder in der öffentlichen Verwaltung. Allein in diesen sechs Branchen sind über die Hälfte (54,3 Prozent) aller Frauen in der Region beschäftigt.
Quelle: Arbeitsagentur Meschede-Soest
