„Im Januar überwiegen die saisonalen Faktoren, da viele gekündigte oder befristete Arbeitsverhältnisse zum 31. Dezember enden und die betroffenen Arbeitslosen somit als Zugänge in die Januar-Statistik fallen. Der Januar ist erfahrungsgemäß der Monat, in dem die Erwerbslosigkeit am stärksten steigt. Inwieweit die aktuelle Entwicklung auch auf die Omikron-Welle zurückzuführen ist, kann schwer abgeschätzt werden. Jedenfalls ist sie nicht ausschlaggebend, was die wenigen neuen Kurzarbeitsanzeigen belegen. Die Arbeitslosengesamtzahl ist bereits wieder unter VorPandemieniveau, der aktuelle Anstieg hingegen mit 5,4 Prozent etwas höher als üblich am Jahresbeginn und auch höher als der NRW-Durchschnitt von 3 Prozent," so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm. „Für den Februar rechne ich aus saisonalen Gründen mit einer nochmals leicht steigenden Arbeitslosigkeit, bevor sich diese spätestens ab März wieder spürbar verringert.“ Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung zeigten im Januar erneut weitgehend parallele Entwicklungen: 1.805 Arbeitslose waren Ende des Monats bei der Arbeitsagentur gemeldet (163 oder 9,9 Prozent mehr als im Vormonat), und 5.886 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (234 oder 4,1 Prozent mehr). Der Vorjahresvergleich war ebenfalls tendenziell einheitlich, aber recht unterschiedlich ausgeprägt: Bei der Arbeitsagentur waren 934 oder mehr als ein Drittel weniger Erwerbslose als im Januar letzten Jahres gemeldet, beim Jobcenter 18 oder 0,3 Prozent. In der Stadt Hamm gibt es aktuell somit insgesamt 952 Arbeitslose oder 11,0 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Quelle: Agentur für Arbeit Hamm
