Stadt Hamm
Die Arbeitslosigkeit in der Stadt Hamm ging nach dem Anstieg zum Jahresbeginn im Februar
bereits wieder leicht zurück. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 43 oder 0,6 Prozent auf 7.648 ab.
Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 8,1 Prozent. Vor einem Jahr waren es 9,4 Prozent.
„Früher als erwartet konnte die Arbeitslosigkeit in Hamm bereits im Februar abgebaut werden, was
der anhaltend hohen Nachfrage nach Arbeitskräften Rechnung trägt und sich auch im deutlichen
Anstieg an gemeldeten Stellen widerspiegelt“, so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäfts-
führung der Agentur für Arbeit Hamm. „Corona spielt auf dem Arbeitsmarkt kaum noch eine Rolle,
aber es gibt neue Risiken. Negative Auswirkungen des Ukraine-Krieges auf die heimische
Wirtschaft sind in nächster Zeit möglich und wahrscheinlich. Rein saisonal ist aber für den März
mit sinkender Arbeitslosigkeit zu rechnen. Außerdem setzen wir in diesem Monat mit der „Woche
der Ausbildung“ und einer Aktion zur Nachholung der in der Pandemiezeit ausgefallenen Schüler-
praktika wichtige Impulse für die duale Ausbildung.“
Kreis Unna
Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 77
auf 14.694. Im Vergleich zu Februar 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 2.454 (-14,3
Prozent). Die Arbeitslosenquote verblieb mit 6,9 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Vor einem
Jahr betrug sie noch 8,0 Prozent.
„Im Februar stehen auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna alle Anzeichen schon wieder auf
Erholungskurs und damit auf Fortsetzung der positiven Entwicklung, die sich noch bis in den
Dezember hinein gezeigt hat“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung der letzten
vier Wochen auf dem Arbeitsmarkt und ergänzt: „Nicht nur die Anzahl arbeitsloser Menschen ist
bereits wieder zurückgegangen. Auch die Dynamik insgesamt hat wieder spürbar zugenommen.
So sind deutlich weniger Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos geworden und über
50 Prozent mehr konnten ihre Arbeitslosigkeit zugunsten eines neuen Jobs beenden. Außerdem
haben die Stellenmeldungen wieder stark angezogen – allesamt wichtige Faktoren, die den
Arbeitsmarkt begünstigen.“
Schon jetzt wirft der Arbeitsmarktexperte einen Blick auf die Situation für junge Menschen: „Die
Pandemie hat ihnen stark zugesetzt und das Leben in allen Facetten bedeutend eingeschränkt,
auch bei der Berufswahl. Umso erleichterter sind wir, dass in diesem Jahr betriebliche Praktika
wieder möglich sind und bekräftigen junge Menschen ebenso wie Betriebe, wieder stärker ins
persönliche Kennenlernen sowie in den praktischen Einblick in Betriebe und Berufe zu investieren.
Die gemeinsame Devise muss lauten: Heute Praktikum, morgen Ausbildung.“
