Im Bezirk der Agentur für Arbeit Meschede-Soest beträgt die Arbeitslosenquote bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen 4,3 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 5,2 Prozent. Im Im Versicherungsbereich (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Drittes Buch, SGB III - Arbeitslosengeld I) werden aktuell 5.365 arbeitslose Menschen betreut, dassind 245Personen oder 4,4 Prozent weniger als im Vormonat und 2.058 Frauen und Männer oder 27,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende (Rechtskreis Sozialgesetzbuch Zweites Buch, SGB II - Arbeitslosengeld II) sind 8.240 Personen bei den Jobcentern registriert; 157 Männer und Frauen oder 1,9 Prozent weniger als im Vormonat und 990 Personen oder 10,7 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Der September ist üblicherweise die beschäftigungsstärkste Zeit des Jahres. So ist die Zahl der Beschäftigten im September 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 4.448 Personen auf 226.815 Beschäftigte gestiegen, trotz der langanhaltenden Corona-Eindämmungsmaßnahmen. In den Jahren vor Corona hat die Beschäftigung vom konjunkturellen Aufschwung profitiert. Die während der Pandemie gesunkenen Beschäftigtenzahlen konnten sich aber bis zum Herbst 2021 wieder schrittweise erholen und liegen damit sogar über dem bisherigen Allzeithoch aus 2019.
"Die derzeit stabile Personalnachfrage sorgt auch im Berichtsmonat März dafür, dass viele Arbeitsuchende und Arbeitslose in den vergangenen Wochen eine neue Beschäftigung gefunden haben. Das hat erfreulicherweise dazu geführt, dass die Arbeitslosigkeit weiter sinken konnte. Dennoch ist der demografische Wandel längst bei den Betrieben in unserer Region angekommen“, sagt der Arbeitsmarktexperte. „Mit Blick auf die kommenden Altersabgänge in der Belegschaft, versuchen viele Betriebe bereits, wichtige Fachkräfte einzustellen und zu halten. Es dauert in einigen Branchen und Berufen jedoch immer länger, bis offenen Stellen besetzen werden können. Die Qualifikationen der Bewerberinnen und Bewerber passen oft nicht zum Anforderungsprofil der Unternehmen. Es hilft daher, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen." Ein Weg könne es sein, bereits länger im Betrieb arbeitende Arbeitnehmer mit einer Weiterbildung zu der gesuchten Fachkraft zu entwickeln. Ein anderer Ansatz sei, neu eingestellte Kandidaten zunächst zu qualifizieren, bis sie die erforderlichen Kenntnisse erworben haben. „In beiden Fällen können Arbeitgeber auf unsere Unterstützung setzen und in vielen Fällen auch eine finanzielle Förderung erhalten“, unterstreicht der Agenturchef.
Quelle: Agentur für Arbeit Meschede-Soest
