Hamm
Im Januar stieg die Arbeitslosigkeit in der Stadt Hamm aus saisonalen Gründen erwartungsgemäß an. Die Zahl der Arbeitslosen erhöhte sich für einen Jahresanfang aber relativ gering um 285 oder 3,5 Prozent auf 8.486. Die Arbeitslosenquote kletterte dabei um 0,3 Punkte auf 8,9 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 8,4 Prozent.
„Der Januar ist erfahrungsgemäß der Monat, in dem die Erwerbslosigkeit am stärksten steigt. Trotzdem ist die Entwicklung in Hamm weiterhin besser als in NRW“, so Agenturchef Thomas Helm zur aktuellen Arbeitsmarktlage. „Die Kurzarbeit spielt in unserer Region derzeit keine Rolle, während die Kräftenachfrage stabil geblieben ist. Dies sind gute Voraussetzungen für die Initiative ´Job-Turbo´. Dabei intensivieren wir die guten Kontakte zu heimischen Betrieben, um insbesondere geflüchtete Menschen schnellstmöglich in ein Arbeitsverhältnis zu vermitteln. Eine frühere berufliche Integration erleichtert auch die gesellschaftliche“. Seine kurzfristige Einschätzung für die weitere Gesamtentwicklung ist hingegen verhalten: „Für den Februar rechne ich mit einem weiteren saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit, bevor ab März eine Besserung eintreten könnte.“
Kreis Unna
Im Kreis Unna stieg der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 668 auf 15.984. Im Vergleich zu Januar 2023 stieg die Arbeitslosigkeit um 576 (+3,7 Prozent). Die Arbeitslosenquote erhöhte sich um 0,3 Punkte auf 7,4 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 7,2 Prozent.
Im Januar war der Arbeitsmarkt im Kreis Unna sowohl saisonalen als auch konjunkturellen Faktoren unterworfen, was in einen deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit in allen Personengruppen gemündet ist. Für Agenturchef Thomas Helm keine überraschende Entwicklung: „Wir stellen seit Monaten fest, dass insbesondere Materialengpässe und Energiekrise in Verbindung mit einem erhöhten Zugang an ausländischen Arbeitslosen die Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt erschweren. Hinzu kommen in den Wintermonaten die üblichen Ausfälle in den Außenberufen, die sich jedoch ab Februar in der Regel wieder regulieren.“ Auch die Stellenseite reagiert laut Thomas Helm mit Zurückhaltung: „Schwache konjunkturelle Aussichten bewirken ein zurückhaltendes Einstellungsverhalten, was sich insbesondere auf Stellen für gering qualifizierte Menschen auswirkt. Fachkräfte hingegen profitieren auch weiterhin von einer guten Jobsituation.“
Für die kommenden Monate geht Thomas Helm von einer Seitwärtsbewegung aus, in der vorwiegend konjunkturelle Einflüsse die Entwicklung prägen werden.
