Hamm
Die bereits im Vormonat eingesetzte günstige Entwicklung hat sich im März bereits deutlich verstärkt. Die Zahl der Arbeitslosen nahm um 138 oder 1,8 Prozent auf 7.510 ab. Die Arbeitslosenquote sank erneut um 0,1 Punkte auf 8,0 Prozent. Im Vorjahr waren es 9,1 Prozent.
„Eine frühe Belebung lässt die Arbeitslosigkeit in Hamm auf den niedrigsten März-Stand seit 2009 sinken. Die Entwicklung ist etwas besser als im Land. In Verbindung mit der weiter steigenden Arbeitskräftenachfrage ergibt sich ein sehr positives Bild“, so Thomas Helm, Vorsitzender der
Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm. „Die Auswirkungen von Corona und Ukraine-Krieg sind aktuell am heimischen Arbeitsmarktgeschehen nicht erkennbar. Wir können davon ausgehen, dass die Lage mit dem Frühjahr noch besser wird. Eine gute Nachricht gibt es auch zur Beschäftigungsentwicklung. Nach den neuen Daten ist die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Hamm innerhalb eines Jahres um fast 2.300 auf über 64.000 gestiegen.“
Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung entwickelten sich im März parallel: 1.729 Arbeitslose waren Ende des Monats bei der Arbeitsagentur gemeldet (105 oder 5,7 Prozent weniger als im Vormonat), und 5.781 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (33 oder
0,6 Prozent weniger). Der Vorjahresvergleich hatte ebenfalls einheitliche Vorzeichen: Bei derArbeitsagentur waren 682 oder 28,3 Prozent weniger Erwerbslose als im März letzten Jahres gemeldet, beim Jobcenter 399 oder 6,5 Prozent. Damit gibt es in der Stadt Hamm derzeit genau
1.081 Arbeitslose oder 12,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Kreis Unna
Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 255 auf 14.439. Im Vergleich zu März 2021 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 2.408 (-14,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote verringerte sich um 0,2 Punkte auf 6,7 Prozent. Vor einem Jahr
betrug sie noch 7,9 Prozent.
„Die vergangenen vier Wochen haben die Trendwende auf dem Arbeitsmarkt stabilisiert, die Zahl arbeitsloser Menschen ist deutlich zurückgegangen, und zwar in beiden Rechtskreisen“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Entwicklung im März. Sein Fazit zum Einfluss von Corona fällt eindeutig aus: „Bis auf kleinere Effekte hat sich die Pandemie nahezu vom Arbeitsmarkt entkoppelt und übt nur einen geringen Einfluss aus. Der Krieg in der Ukraine hat allerdings ein nicht unerhebliches Potenzial an Unsicherheiten gebracht, dies könnte sich zum Beispiel auf die Zahl der Stellenausschreibungen niederschlagen. Das werden wir weiter beobachten müssen.“
Für den April geht Thomas Helm von einer weiteren Reduzierung der Arbeitslosigkeit aus.
Quelle: Arbeitsagentur Hamm
