Hamm
Auch im November hielt die verhaltene Belebung des Arbeitsmarktes in Hamm an. Die Zahl der Arbeitslosen sank um 126 oder 1,7 Prozent auf 7.407. Die Arbeitslosenquote sank dadurch wie in den Vormonaten um 0,1 Punkte auf nunmehr 7,9 Prozent. Im Oktober letzten Jahres waren
es 7,8 Prozent.
„Die Arbeitslosigkeit sinkt wie für die Saison üblich, im Vergleich zu den Jahren vor Corona sogar etwas stärker. Die noch anhaltende Herbstbelebung ist hier deutlicher als im Landesdurchschnitt. Trotzdem werden aufgrund der negativen Geschäftserwartungen der heimischen Unternehmen zu wenig Stellen gemeldet. Bei der Kurzarbeit ist in Hamm erfreulicherweise noch alles im grünen Bereich“, so Agenturchef Thomas Helm zur aktuellen Entwicklung. „Mit dem nahenden Jahresende wird sich die Situation aber schon aus jahreszeitlichen Gründen in Kürze merklich
eintrüben“. Der Arbeitsmarktexperte weist auf eine aktuelle Besonderheit hin: „In der bundesweiten Schwerpunktwoche anlässlich des Internationalen Tages der Menschen mit Behinderung am Samstag, 3. Dezember, zeigen wir an Beispielen aus Hamm, wie gelungene Inklusion zur Win-Win-Situation werden kann. Die Menschen profitieren durch die Teilhabe am Arbeitsleben, die Unternehmen durch die Besetzung ihrer Arbeitsplätze und durch das vielfältige Know-how der häufig gut qualifizierten Bewerberinnen und Bewerber.“
Arbeitslosenversicherung und Grundsicherung zeigten im November deutliche Unterschiede. 1.692 Arbeitslose waren Ende des Monats bei der Arbeitsagentur gemeldet (nur fünf oder 0,3 Prozent mehr als im Vormonat), und 5.715 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (121
oder 2,1 Prozent weniger). Im Vorjahresvergleich gab es sogar unterschiedliche Vorzeichen: Bei der Arbeitsagentur waren 24 oder 1,4 Prozent mehr Erwerbslose als im November letzten Jahres gemeldet, beim Jobcenter 21 oder 0,4 Prozent weniger – trotz der zusätzlichen arbeitslos
gemeldeten Geflüchteten aus der Ukraine. Insgesamt gibt es damit in der Stadt Hamm aktuell nur drei Arbeitslose (0,0 Prozent) mehr als vor genau einem Jahr. Somit ist der Vorjahresvergleich aktuell auf nahezu null gesunken.
Kreis Unna
Im Kreis Unna sank der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 207 auf 15.110. Im Vergleich zu November 2021 stieg die Arbeitslosigkeit um 940 (+6,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote reduzierte sich um 0,1 Punkte auf 7,1 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 6,6
Prozent.
„Der Arbeitsmarkt hat sich auch im November stabil gezeigt und den globalen Herausforderungen standgehalten, die Arbeitslosigkeit konnte sich noch einmal deutlich reduzieren“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die Situation auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna. Dabei betont Helm:
„Alle Personengruppen haben von neuen Jobchancen profitiert, ein gutes Zeichen für die Aufnahmefähigkeit des Marktes“. Im Vergleich zum Vorjahr sei jedoch ein deutlicher Anstieg auffällig: „Hier schlägt die Zuwanderung von Menschen aus der Ukraine zu Buche.“
Trotz positiver Entwicklung stellt der Agenturleiter einen allmählichen Rückgang an Stellen fest: „Noch fällt er überschaubar aus, dennoch ist besonders auffällig, dass sich gerade der Handel trotz Vorweihnachtsgeschäft durch ein sinkendes Jobangebot auszeichnet.“
Für Thomas Helm hängt die Prognose der nächsten Monate entscheidend davon ab, wie stark sich Winterwetter, Materialengpässe und Energiekosten auf unternehmerische Entscheidungen auswirken. Grundsätzlich sei aber davon auszugehen, dass der Einbruch voraussichtlich saisonal typisch verlaufe und im Frühjahr in eine erneute Entspannung münde.
Quelle Agentur für Arbeit Hamm