Die Entwicklung in Hamm
Der Arbeitsmarkt in der Stadt Hamm war im August weniger stark durch die Hauptferienzeit beeinflusst als erwartet. Die Zahl der Arbeitslosen sank sogar leicht um 66 auf 8.049. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Punkte auf 8,5 Prozent zurück. Vor zwölf Monaten waren es 1.221 Arbeitslose mehr bei einer Quote von 9,9 Prozent.
„Bereits im zweiten Ferienmonat geht die Arbeitslosigkeit wieder zurück. Gegen den sonstigen Trend steigt sie nur bei den ganz Jungen wegen der Neumeldungen von Ausbildungs- und Schulabsolventen. Diese finden einen aufnahmefähigen Markt vor. Insgesamt kehrt die Normalität
zurück. Der günstige Vorjahresabstand bei den Arbeitslosenzahlen ist weiter gewachsen. Aktuell haben wir allein in Hamm über 1.200 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr", so Thomas Helm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hamm, zur aktuellen Entwicklung.
„Wie stabil der Arbeitsmarkt ist, zeigt die bereits im Ferienmonat früh wieder anziehende Kräftenachfrage. Nach dem Ende der Sommerferien stehen die Zeichen nun weiter auf Belebung. Für den September kann man also optimistisch sein.“
Beide Rechtskreise entwickelten sich im August in die gleiche Richtung: 1.933 Arbeitslose waren Ende des Monats bei der Arbeitsagentur gemeldet (50 oder 2,5 Prozent weniger als im Vormonat), und 6.066 wurden durch das Kommunale Jobcenter betreut (16 oder 0,3 Prozent weniger). Der Vorjahresvergleich ist für beide Träger günstig, hat sich aber nur in der Arbeitslosenversicherung weiter verbessert. Hier gibt es aktuell 837 oder 29,7 Prozent weniger Erwerbslose als vor zwölf Monaten, in der Grundsicherung 384 oder 6,0 Prozent. Insgesamt sind in Hamm Ende August
genau 1.221 Menschen weniger arbeitslos als vor einem Jahr (-13,2 Prozent)
Die Entwicklung im Kreis Unna
Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat leicht um 204 auf 16.032. Im Vergleich zu August 2020 reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 1.513 (-8,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 7,5 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 8,2 Prozent.
„Die allgemeine Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna war in den vergangenen Wochen positiv, was für einen August nicht selbstverständlich ist“, kommentiert Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Lage. Danach sei erst ab dem Herbst damit zu rechnen gewesen, aber:
„Die Pandemie hat ihre eigenen Gesetze. Und es ist schon ein positives Zeichen, dass die Dynamik nach nur vier Wochen Sommerpause wieder anzieht. Es belegt, dass die Betriebe im Kreis sich derzeit keine lange Ruhepause gönnen, weil die Auftragslage gut ist.“ Thomas Helm beugt jedoch verfrühter Euphorie vor: „Je schwächer der Einfluss der Pandemie wird, desto stärker rückt ein altes Problem wieder in den Fokus - der Fachkräftemangel. Nur wenn von allen beteiligten Seiten kontinuierlich und mit viel Tempo in Qualifizierung und Ausbildung investiert wird, kann der Markt sich weiter stabilisieren.“
Quelle: Agentur für Arbeit Hamm-Kreis Unna