„Die Unternehmen unserer Region stehen vor enormen Herausforderungen. Die Metall- und Elektroindustrie befindet sich in der schwersten Strukturkrise seit Bestehen der Bundesrepublik. Deshalb ist diese Tarifrunde wohl eine schwierigsten der vergangenen Jahrzehnte“, erklärte Verch nach der ersten Verhandlung am Mittwoch in Düsseldorf.
Seit dem Jahr 2018 seien die Produktion in der M+E-Industrie in NRW um 27 Prozent und die Beschäftigung um zehn Prozent eingebrochen. Der Personalabbau drohe sich mit erhöhtem Tempo fortzusetzen. Mittlerweile verliere der größte Industriezweig des Landes Monat für Monat rund 2.500 Arbeitsplätze. Mit nur noch rund 640.000 Beschäftigten habe die M+E-Industrie in NRW einen historischen Tiefststand erreicht.
Verch: „Diese Tarifrunde muss die besondere wirtschaftliche Situation der Branche berücksichtigen. Eine wesentliche Ursache für die massive Wettbewerbsschwäche der Unternehmen am Industriestandort Nordrhein-Westfalen sind die hohen Arbeitskosten. Dieser Kostendruck muss jetzt runter. Darum brauchen wir einen Abschluss, der den Unternehmen Luft zum Atmen lässt, Investitionen wieder rentabler macht und Beschäftigung am Industriestandort sichert. Es geht um die Zukunft unserer Industrie und damit auch um die Arbeitsplätze bei uns vor Ort.“