„Unser Angebot steht: eine differenzierbare Einmalzahlung von einem Prozent des durchschnittlichen tariflichen Jahresbruttoentgelts im Juli 2027 und 1,3 Prozent mehr Tabellenentgelt im Juli 2028, bei einer Laufzeit bis Ende 2028. Damit wollen wir zügig einen tragfähigen Abschluss erreichen, Beschäftigung sichern und den Flächentarif stärken.
Der Maßstab ist die wirtschaftliche Tragfähigkeit. Die Metall- und Elektroindustrie steckt in einer tiefen strukturellen Krise. Hohe Kosten, schwache Erträge und Produktionsverlagerungen ins Ausland verlangen einen Abschluss, der die Wettbewerbsfähigkeit stärkt und Raum für Investitionen erhält. Nach dem Entgeltplus von 3,1 Prozent im April 2026 brauchen die Unternehmen eine tarifpolitische Atempause. Eine Erhöhung um fünf Prozent, wie sie die IG Metall fordert, passt nicht zu dieser wirtschaftlichen Realität.
Auch die Beschäftigten stehen durch gestiegene Lebenshaltungskosten unter Druck. Ein tragfähiger Abschluss muss deshalb beides verbinden: Entgeltperspektiven für die Beschäftigten und wirtschaftlichen Spielraum für die Betriebe. Dafür muss die automatische Differenzierung ausgeweitet und dauerhaft fortgeführt werden. Ergänzend brauchen wir ein betriebliches Instrument, das Investitionen, Innovationen, Standorte und Beschäftigung sichert.
Jetzt kommt es auf eine schnelle Einigung an. Ein wirtschaftlich tragfähiger Flächentarif schafft verlässliche Bedingungen für Unternehmen und Beschäftigte. Ihn zu sichern, ist unser klares Ziel. Dafür liegt unser Angebot auf dem Tisch.“